Sie wollen im Krankheitsfall selbst entscheiden, wie Ihre Behandlung weitergehen soll?

Mit einer Patientenverfügung können Sie Gewissheit schaffen und die quälenden Fragen und Sorgen für Ihre Familie verhindern.

Eine Patientenverfügung gehört bei einer guten Nachlassgestaltung mit dazu, genauso wie das Testament oder eine Vorsorgevollmacht.

Die Patientenverfügung ist eine schriftliche Willensäußerung, den Einsatz bzw. das Unterlassen lebenserhaltender und/oder über lebensverlängernde Maßnahmen im Falle eines medizinischen Notfalls zu bestimmen, beispielsweise in der Sterbephase oder einer unheilbaren Krankheit.

Die Patientenverfügung ist Ausdruck des Selbstbestimmungsrechts. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass man sich auch hier nicht an das Schema F hält, sondern für sich selbst individuell herausarbeitet, welche Maßnahmen für den Fall eines Notfalls an einem vorgenommen werden sollen oder nicht.

Bei der Vorsorgevollmacht handelt sich um eine Bevollmächtigung einer anderen Person. Der Bevollmächtigte darf im Namen und mit Wirkung für den Vollmachtgeber Erklärungen abgeben, zu denen der Vollmachtgeber selbst aufgrund bestimmter Umstände nicht mehr im Stande ist. Dies gilt besonders für den Fall, dass Sie nicht mehr entscheiden können, was mit ihrem Geld passieren soll oder wenn Sie nicht mehr in der Lage sind, über Ihren Aufenthaltsort zu entscheiden. Wenn eine entsprechende Vorsorgevollmacht nicht vorliegt, ist es in der Regel so, dass das Vormundschaftsgericht eine Betreuung nach freiem Ermessen bestimmt. Haben Sie eine Person des Vertrauens auserwählt, wird das Gericht in der Regel auf diesen Wunsch Rücksicht nehmen.